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Banner mit dem Slogan kulturohnepolster

Ein einfarbiger Banner mit einem roten, leicht geneigten Stern. Über dem Stern steht der Hashtag #KulturOhnePolster

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Die Stadt Köln und die seit Jahren strukturell unterfinanzierte freie Kunst- und Kulturszene stehen vor einer schwierigen Haushaltslage. Der am 2. September eingebrachte Haushaltsplanentwurf 2027/2028 sieht massive Einschnitte im freien Kulturbereich vor. Nach Berechnungen der Freien Szene betragen die vorgesehenen Kürzungen von 2026 zu 2027 2.880.259 Euro bzw. ca. 20% und von 2026 zu 2028 3.281.360 Euro bzw. ca. 23 %.
Für die freie Kulturszene wären die Folgen verheerend, wenn diese Kürzungen bei der Verabschiedung des Haushalts am 12. November Bestand hätten: Projektförderungen, Festivals und die wichtigen Arbeits- und Recherchestipendien würden wegfallen, bereits fragile Strukturen weiter geschwächt und die ohnehin prekären Arbeitsbedingungen vieler Künstler*innen und Kulturschaffender zusätzlich verschärft. Gleichzeitig stehen die Vielfalt und Vielstimmigkeit des kulturellen Lebens der Stadt auf dem Spiel.

Jetzt ist die Politik gefragt, die Kürzungen mit einer klugen Verteilung der Erträge aus der "Kulturförderabgabe" bzw. Übernachtungssteuer und einem mutigen politischen Veränderungsnachweis zum Haushalt abzuwenden.

Mit #KulturOhnePolster haben das KulturNetzKöln e.V. und die Initiative Freie Musik IFM e.V. deshalb eine gemeinsame Kampagne initiiert, die von der Literaturszene Köln e.V., der Filmszene Köln e.V. und dem Verein für darstellende Künste unterstützt wird.

Gestaltet von Emilio Holguin, mobilisiert die Kampagne mit pointierten Slogans und Motiven nicht nur gegen die geplanten Kürzungen. Sie will sichtbar machen, was die Freie Szene heute für Köln leistet: Sie arbeitet international vernetzt, erreicht ein vielfältiges Publikum, schafft kulturelle Räume und Begegnungen, entwickelt neue Formen und Perspektiven und trägt einen erheblichen Teil zum kulturellen Leben und der Attraktivität der Stadt bei - oft unter prekären Bedingungen und mit geringen Ressourcen.

Möglich wird die Image- und Mobilisierungskampagne durch Unterstützung von Ströer auf Kultur- und Veranstaltungsmedien im öffentlichen Raum. Die Kampagne selbst wurde mit lediglich rund 3.000 Euro auf die Beine gestellt. Auch darin zeigt sich exemplarisch die Arbeitsweise der Freien Szene: Mit vergleichsweise geringen Mitteln entstehen große Reichweiten, internationale Kooperationen, neue Formate und ein breites kulturelles Angebot. Unterstützt mit nur 0,2% des Haushalts bzw. ca. 4% des Kulturetats produziert die freie Szene ca. 70% der Kulturveranstaltungen in Köln.

Wir wollen die Szene, die Politik und das Publikum mobilisieren - und die Freie Szene als das sichtbar machen, was sie für viele Kölner:innen längst ist: ein unverzichtbarer Teil der Kulturstadt, in der wir leben wollen.

KULTURKÜRZUNGEN STOPPEN. VIELSTIMMIGKEIT VERTEIDIGEN. DIE FREIE SZENE STÄRKEN.

Save the Date: Am Donnerstag, 8. Oktober, 14.30 Uhr am Alter Markt demonstrieren die freie Kulturszene und verschiedene soziale Träger gemeinsam gegen die Kürzung im Kultur- und Sozialbereich.

Mehr Informationen: https://www.instagram.com/kulturnetzkoeln

FÜR DIE KULTURSTADT, IN DER WIR LEBEN WOLLEN.